Die US-Bank unter der Führung von Krypto-Skeptiker Jamie Dimon öffnet sich scheinbar für die Ur-Cyberdevise Bitcoin. Laut einem Medienbericht soll das Finanzhaus an einem aktiv gemanagten Bitcoin-Fonds arbeiten.
• JPMorgan plant offenbar eigenen Bitcoin-Fonds
• Angebot soll reichen Kunden vorbehalten sein
• Gerüchte bisher nicht bestätigtDie US-Investmentbank JPMorgan will offenbar auf den aktuell sehr beliebten Kryptotrend mit aufspringen und ihrerseits Nutzen daraus ziehen. Die Gründe hierfür dürften auf der Hand liegen. Cyberdevisen wie Bitcoin, Ethereum und Co. haben aktuell einen Lauf. Die Coronakrise hat den Digitalwährungen ordentlich Auftrieb gegeben, immer mehr Unternehmen entscheiden sich dafür, Kryptowährungen als Bezahloption anzubieten.

Bitcoin im Höhenrausch

So vermochte es die Ur-Kryptowährung Bitcoin in diesem Jahr bereits auf eine neue Höchstmarke von 64.863,10 US-Dollar je Münze zu steigen. Der steigende Preis wiederum ermuntert immer mehr Anleger – ob privat oder auch institutionell – dazu, Cyberdevisen als Wertspeicher in Betracht zu ziehen. Eine Entwicklung, die auch Krypto-Gegner Jamie Dimon, Chef der US-Investmentbank JPMorgan, scheinbar nicht mehr ignorieren kann.

 

JPMorgan plant offenbar eigenen Bitcoin-Fonds

So habe das Kryptonachrichtenportal Coindesk von mit der Sache vertrauten Personen erfahren, dass die Kreditanstalt plane, einen eigenen aktiv gemanagten Bitcoin-Fonds aufzulegen. Dieser soll dabei jedoch nicht allen Kunden angeboten werden, sondern lediglich ausgewählten, besonders wohlhabenden Klienten zur Verfügung stehen. Die Tatsache, dass der Fonds aktiv gemanagt werden soll, stellt an sich schon eine Besonderheit dar. Viele der Anbieter von Krypto-Fonds geben ihren Kunden lediglich die Möglichkeit, passiv an der Entwicklung von Cyberdevisen zu partizipieren, indem gekauft und gehalten wird.

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Für die für den Fonds nötige Bitcoin-Verwahrung arbeitet JPMorgan offenbar mit dem Bitcoin-Finanzdienstleister NYDIG zusammen, der auch schon gemeinsam mit der US-Investmentbank Morgan Stanley einen BTC-Fonds aufgelegt hat. Geplanter Start des Fonds-Angebots soll noch diesen Sommer sein.

 

Starke Nachfrage

Bisher sind die Gerüchte jedoch vonseiten der Bank nicht bestätigt. Wie Coindesk verlautet, reagierte JPMorgan bisher nicht auf Nachfragen. Bloomberg zufolge habe JPMorgan-Co-Präsident Daniel Pinto jedoch erst kürzlich verlautet, dass die Bank plane, “ihre Kunden zu begleiten”, wenn es um Bitcoin geht. Darüber hinaus ist es auch nicht so, als hätte die US-Bank das Thema Krypto bisher vollständig ignoriert. So zählen die Kryptohandelsplattformen Coinbase und Gemini zu den Kunden der Bank. Darüber hinaus entwickelte das Finanzhaus eine eigene Kryptowährung, den JPM Coin, die zur Beschleunigung von Unternehmenszahlungen eingesetzt wird. Außerdem verfasst JPMorgan mittlerweile selbst Marktprognosen für die Preisentwicklung der Ur-Cyberdevise. Ein eigener Bitcoin-Fonds scheint in diesem Licht lediglich eine natürliche Weiterentwicklung des bisherigen Interesses der Bank an Digitalwährungen.

 

Jamie Dimon eigentlich Krypto-Skeptiker

Dennoch dürfte dem einen oder anderen Anleger noch geläufig sein, dass sich JPMorgan-Chef Dimon im Zuge des ersten Kryptohypes 2017 noch äußerst kritisch gegenüber Bitcoin & Co. äußerte und in diesem Zusammenhang gar von Betrug sprach. Auch wenn er diese Aussage später revidierte, blieb er ein bekannter Skeptiker des Internetgeldes, wobei ihm insbesondere die bislang fehlende Regulierung ein Dorn im Auge ist. Angesichts des wachsenden Anlegerinteresses an Kryptowährungen scheint die Nachfrage jedoch drängender als die persönliche Meinung des Börsenexperten gewesen zu sein.

Nun bleibt nur abzuwarten, ob sich die Gerüchte auch tatsächlich bestätigen und JPMorgan das neue Bitcoin-Produkt bald öffentlich vorstellt.

Redaktion finanzen.net

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